Aktuell

Schulkünstlerprojekt 5 startet mit Laura J. Padgett im Schuljahr 2017/18

Kunstunterricht an der Helmholtzschule

Theorie und Praxis

Das Fach Kunst hat originär zwei Aufgaben zu erfüllen: eine theoretische und eine praktische.

Als Theoriefach vermittelt das Fach Kunst Kenntnisse über und Verständnis von kunst- und architekturgeschichtliche/n Zusammenhänge/n sowie das Verständnis von visueller Kommunikation auch außerhalb von Kunst (Medienbotschaften, Werbung). Es schärft damit das Urteilsvermögen sowie das Imaginationsvermögen und die Fähigkeit, eigenständig und kreativ zu handeln.

Als praktisches Fach vermittelt es die Fähigkeit, gestalterisch in unterschiedlichen Medien zu arbeiten, komplexe gestalterische Antworten zu gegeben Problemstellungen zu entwickeln und mittels künstlerischer Techniken anschaulich zu machen.

An der Helmholtzschule versucht die Fachschaft Kunst durch über den Unterricht hinausgehende Initiativen, wie die Zusammenarbeit mit einem Schulkünstler/ einer Schulkünstlerin, durch Kunst-Projekte, durch den Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Kulturinstitutionen (MMK Museum für moderne Kunst, Schauspiel Frankfurt, Deutsches Filmmuseum) und die Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern in Kulturforscher!-Projekten ästhetische Bildungsprozesse zu initiieren und zu fördern. Die Projektfahrt „Kunst in Frankfurt“ stellt ein Bindeglied zwischen dem praxisorientierteren Unterricht der Mittelstufe und theoretischen Zugängen im Unterricht der Oberstufe dar – hier können SchülerInnen Orte der Kunstproduktion kennenlernen, im Ateliergespräch mit KünstlerInnen aktuelle Positionen Frankfurter Künstler erfahren und in eigener Praxis in die individuelle Auseinandersetzung mit eigenen Themen eintauchen. 

Das Fach Kunst wird entsprechend der Stundentafel in den Klassen 5,6,8 durchgängig mit je zwei Wochenstunden unterrichtet. Im Jahrgang 7 findet es epochal statt und in der Oberstufe können Kunstkurse bis zum Abitur belegt werden, in der Regel kann ein Kunst-Leistungskurs angeboten werden.


 

Ästhetisches Forschen in der Sekundarstufe II

Projektfahrt nach Kassel "Lernen von der documenta 14"

lernen von der documenta

Projektwoche zum Forschenden Lernen 2017: 22 Schülerinnen und Schüler, 3 Lehrkräfte, 2 Studentinnen der Goethe-Universität für 3 Tage in Kassel zur Erforschung der documenta 14

Kunstprojekt 2017 "Baukunst in Frankfurt"

Kunstprojekt 2016 "Kunst in Frankfurt"

im Atelier

Bericht über das „Frankfurt-Kunstprojekt“ während der Projektfahrten im Mai - Schülerinnen und Schüler malen mit Max Weinberg

Die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase besuchten am Mittwoch, dem 11. Mai 2016, den Künstler Max Weinberg im Atelier, um mit ihm zu diskutieren und zu malen. Dabei bewiesen sie ein gutes Bildgespür. Die Begegnung bildete für die Jugendlichen einen Höhepunkt der viertägigen Fahrten-/ und Studienwoche zum Thema „Kunst in Frankfurt“.

Im Rahmen des Projektes hatten sie die künstlerischen Möglichkeiten ihrer Umgebung erkundet und in vier verschiedenen Ateliers täglich an Leinwänden gearbeitet, sodass ihre Bilder Tagebuchcharakter erhielten. Die Aktion wurde konzipiert und geleitet von den Kunstlehrern Eva Czischek und Wolfgang Wild. Das Projekt startete im Kunstwerk Ost bei den Künstlern Karsten Jordan und Hakan Weigl, die regelmäßig mit Max Weinberg arbeiten und den Kontakt zwischen ihm und den Schülern ermöglichten. Dort bemalten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Leinwände, sondern besprühten auch das Auto von Karsten Jordan. Am nächsten Tag besuchten Sie im MMK eine Ausstellung von Kader Attia und lernten in einem Workshop, ihre Leinwände erst zu zerstören und dann zu reparieren. Der dritte Tag bildete den Höhepunkt der Kunstwoche. Zunächst besuchten die Jugendlichen einen Graffiti-Kurs in den Ateliers des Jugendladen Bornheim in der Naxoshalle, um dann am Abend Max Weinberg zum gemeinsamen Malen zu besuchen. Der Künstler empfing die Gruppe sehr freundlich und gewährte Einblicke in eine unglaubliche Fülle an groß- und kleinformatigen Werken, die er – teilweise auf Tischen geschichtet – an seiner Arbeitsstätte lagert. Diese zeigen in immer neuen Variationen bunte, bisweilen skurrile Portraits und Akte mit überzähligen Augen, Mündern oder Gliedmaßen. Max Weinberg erklärte den Helmholtzschülerinnen und -schülern die künstlerischen Möglichkeiten einer Mischtechnik von Fugenschaum und Ölfarbe sowie seine lebenslange Inspirationsquelle, die Musik Ludwig van Beethovens.

Die Leuchtkraft und Lebendigkeit von Max Weinbergs Motiven traf den Geschmack der Schülerinnen und Schüler. Sie unterhielten sich angeregt mit ihm und berichteten auch von eigenen malerischen Erfahrungen aus dem Unterricht. Der 88-jährige Künstler, dem der Meinungsaustausch mit der zukünftigen Künstlergeneration sehr gefiel, bemerkte erfreut: „Die Jugendlichen haben ein Gespür dafür, was ein gutes Bild ist.“

Anschließend breiteten die Schülerinnen und Schüler ihre Farben und Leinwände aus, um gemeinsam mit Max Weinberg zu malen. Dabei beriet er die Schülerinnen und Schüler und übernahm auch selbst den Pinsel, um bei der Linienfindung zu helfen. Dann wurde das Atelier kurzzeitig zur Galerie, Max Weinberg erprobte wie ein Kurator gemeinsam mit den Schülern eine ausstellungstaugliche Hängung für die spätere Präsentation in der Schule. Zum Abschied riet er der kunstinteressierten Gruppe: „Bleibt cool!“ Am nächsten Tag ließen die Schülerinnen und Schüler das Erlebte bei einem gemeinsamen Frühstück Revue passieren und stellten im Anschluss ihre Leinwände fertig. Dann besuchten Sie zum Abschluss der Kunstwoche das Café „Familie Montez“.(Kra)


Schulkünstler und Schulkünstlerinnen

Bereits zum fünften Mal arbeitet im Schuljahr 2017/18 eine Künstlerin mit Schülerinnen und Schülern zusammen. In den vergangenen Jahren konnten Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgemeinschaften oder in Unterrichtsprojekten ganz unterschiedliche Künstler und Künstlerinnen und deren Arbeitsweisen kennen lernen und in eigener künstlerischer Auseinandersetzung praktisch mit diesen zusammenarbeiten. Das Schulkünstlerjahr wird jeweils mit einer Präsentation beendet.

  • 2013/14  - Gisa Hillesheimer, Fotografin/ Grafikerin/ Filmemacherin
  • 2014/15  - E.M.C. Collard, Malerin
  • 2015/16  - Sascha Wild, Musiker/ Soundartist
  • 2016/17  - Dominikus Landwehr, Künstler/ Initiator soziokultureller Projekte
  • 2017/18  - Laura J. Padgett/ Film- und Fotokünstlerin

 

Projektjahr 2017/18 mit Laura J. Padgett

Wir freuen uns bekannt geben zu können, dass das 5. Schulkünstlerprojekt der Helmholtzschule mit der in Frankfurt lebenden Fotografin und Filmkünstlerin Laura J. Padgett stattfinden wird.

Im Schuljahr 2017/18 wird die Künstlerin Schülerinnen und Schüler der Helmholtzschule unter dem Arbeitstitel „Zwischen Alltag und Inszenierung“ auf deren fotografischer Suche begleiten. Der forschende Blick durch das Kameraobjektiv wird den Vorgang der Motivsuche und –inszenierung lenken, wobei Padgett die Jugendlichen unterstützen wird, den Fokus im Bild-Erzählen bewusst zu setzen. Hier wird dem täglichen, beiläufigen Prozess des schnappschussartigen Bilderproduzierens und Bilderfindens ein bewusstes Bildererfinden gegenübergesetzt werden. Die teilnehmenden Oberstufenschülerinnen und -schüler werden Gelegenheit haben, die künstlerische Arbeit Padgetts kennenzulernen, im eigenen gestalterischen Prozess begleitet zu werden und Kritik durch die Künstlerin zu erhalten. Am Ende der gemeinsamen Arbeit soll im Frühsommer 2018 eine Ausstellung der Schülerarbeiten stehen, die im städtischen Raum gezeigt werden soll.

Den Auftakt des Projektjahres bildet ein Künstlergespräch am 23. August 2017 in der aktuell stattfindenden Ausstellung SOMEHOW REAL. Die Ausstellung im MUSEUM GIERSCH zeigt Werke aus den letzten 15. Jahren der Preisträgerin des aktuellen Marielies-Hess-Kunstpreises 2017 und bietet damit einen idealen Einstieg  für die Zusammenarbeit der Künstlerin mit der Kunstlehrerin Tina Baumung und Schülerinnen und Schülern.

Informationen zur Künstlerin:

http://lpadgett.net

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Laura-J-Padgett-Die-Seherin;art675,2183225

Projektjahr 2016/17 mit Dominikus Landwehr

Einladungflyer

 
 
Bornheimer Wochenblatt, 6.7.2017

"Visionen der Schüler, Dominikus Landwehr und das schwierige Projekt Mauerbild -

Bild-Geschenk an die Schule"

Rundgang an der neu gestalteten Mauer im Schulhof des Helmholtzgymnasiums. Foto: Faure
Rundgang an der neu gestalteten Mauer im Schulhof des Helmholtzgymnasiums. Foto: Faure

Ostend (jf) – Kurz vor der Präsentation wird noch gepinselt, die Projektteilnehmer verewigen sich auf der „Wall of Fame“. Das weiß getünchte Mauerstück auf dem Helmholtz-Schulhof schließt sich rechtwinklig an die etwa 50 Meter lange, nun bemalte Mauer an. „Das war ein dreitägiger Kraftakt, nahezu Kampfmalen“, kommentiert Dominikus Landwehr.

Im September 2016 begann der Künstler und Projektdesigner seine Tätigkeit als Schulkünstler am Helmholtzgymnasium. Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen hatte Landwehr aus rund 200 Projekten an verschiedenen Bildungseinrichtungen. Und geliefert hatte die Schule bereits etwas für ihr viertes Schulkünstlerprojekt: Grundlage für die Mauergestaltung war ein Wettbewerb, in dem Ideen für die Wand gesucht wurden. „Das war natürlich schon eine Steilvorlage“, sagt Landwehr.

Bislang war die Mauer nur mit zwei Motiven geschmückt – mit dem Porträt des Schul-Namensgebers Hermann von Helmholtz und mit dem Porträt von Johann Amos Comenius. Das sollte anders werden. Kunstlehrerin Tina Baumung hatte etwa 50 Jugendliche für das Projekt begeistert, das mit Hilfe der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen umgesetzt wurde – beide Stiftungen ermöglichen seit vielen Jahren die Arbeit von Schulkünstlern. Die Bildungseinrichtung muss allerdings ebenfalls engagiert dahinter stehen, genauso wie die Lernenden – für die Mädchen und Jungen ist die Teilnahme freiwillig und eine Chance, sich außerhalb des Schulalltags mit Kunst in besonderer Weise zu beschäftigen.

Aber dieses Vorhaben erwies sich als außerordentlich schwierig. 50 Meter Mauer mit unterschiedlichen Höhen, Abstufungen, Winkeln waren zu meistern. Konzeptionell und handwerklich. „Es war ein Hammerprojekt“, sagt Landwehr zur offiziellen Übergabe an die Schule, „und es ist schon ein besonderes Geschenk.“

Lange vor den drei „Kampfmaltagen“ wurde in zehn Treffen über Hintergründe, Motive, Techniken gesprochen, gestritten und abgestimmt. „Basisdemokratie ist weitaus anstrengender als einfach einen Auftrag auszuführen“, bekennt Landwehr. „Aber zum Schluss sind die Jugendlichen ihren Entwürfen so nahe gekommen, dass die Bilder zur eigenen Sache geworden sind“, stellt der Künstler fest.

Als sei die Mauer nicht allein schon Herausforderung genug, mussten auch die beiden Porträts von Helmholtz und Comenius integriert werden. „Es gab auch die Überlegung, ein paar Felder offen zu lassen, aber jetzt ist doch noch alles fertig geworden“, bemerkt Baumung. An drei Tagen kämpften die etwa 25 aktiven Schüler gemeinsam mit Baumung und Landwehr zunächst gegen Regen, später gegen sengende Hitze und projizierten, malten, verglichen, verbesserten. Dazu gehörte auch, dass die Pinsel gründlich ausgewaschen werden mussten, keine Arbeitsvoraussetzung.

Schulleiter Gerrit Ulmke ließ es sich nicht nehmen, trotz Staatsexamensprüfungen in der Mittagspause vorbeizukommen: „Aus der hässlichen Mauer ist ein Kunstprojekt von Schülern für Schüler geworden“, würdigt er und dankt auch der Stadt – die verputzte die Mauer vor dem Farbauftrag.

In einem kleinen Rundgang stellt Tina Baumung die Jugendlichen und ihre Motive vor, die sehr vielfältig sind und von einem streng blickenden Mann mit Hut über eine Dschungelszene, Prometheus, ein Liebespaar bis hin zu Tanzenden und dem Spruch „Don’t just be another brick in the wall“ von Pink Floyd reichen – mit vielen Sternen auf dem von Gelb bis Violett verlaufenden interstellaren Hintergrund dazwischen.

 https://www.stadtpost.de/bornheimer-wochenblatt/bild-geschenk-schule-id38196.html
 

März 2017: Ein Mauerbild entsteht… erste Kreideskizzen werden ausprobiert!

schulhof

Seit einigen Wochen wird der Entwurf für unser Mauerbild weiterentwickelt. Dies geschieht unter fachkundiger Anleitung von Dominikus Landwehr, der in diesem Jahr als Schulkünstler mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeitet.

Die Initiative entstand im letzten Jahr aus einem Partizipationsprojekt im Fach Politik und Wirtschaft einer Klasse 7, die einen Bilder-Wettbewerb für die ganze Schule ausrief. Mit Unterstützung der Schulleitung wurde die Wand fachmännisch in Stand gesetzt und Kunstkurse der Stufe E2 entwickelten Ideen für Farb- und Motivgestaltung. Motive daraus werden in dem Mauerbild vorkommen, ebenso wie aktuell auf der Mauer befindliche Motive integriert werden sollen. Seit einigen Wochen hat sich eine feste Gruppe von Schülerinnen und Schülern gebildet, die sich regelmäßig treffen, um die Gestaltungsideen auszuarbeiten und zu erproben, wie die Umsetzung an der Wand gelingen kann.

In den nächsten Wochen werden also Veränderungen wie Farbproben, Skizzen oder Motivfragmente und mit großformatigen Motiven experimentierende Schülerinnen und Schüler zu beobachten sein… wir dürfen gespannt sein!

entwürfe

 

Ankündigung September 2016

Im Schuljahr 2016/17 wird der Frankfurter Künstler Dominikus Landwehr mit Schülerinnen und Schülern  eine Schulwand verändern

“THIS WALL IS A DESIGNATED PICTURE AREA”

Wand

Dominikus Landwehr stellte sich zu Beginn des Schuljahres im Rahmen einer Auftaktveranstaltung der Schulgemeinde vor. Er unterstützt in seinem Projekt die Initiative einer Schulklasse, die im letzten Schuljahr eine eigenständige Wettbewerbsausschreibung für einen Kunst- und Gestaltungswettbewerb mit dem Ziel der Erhöhung der Schulidentifikation an der Schule ausrief. Die Klasse aus dem Jahrgang 7, die die Organisation und Wettbewerbsdurchführung im Rahmen eines partizipativen Projektes selbstständig durchführte, gibt die Ergebnisse nun an die Schule und den Künstler weiter. Denn die Bildmotive, die von Schulmitgliedern eingereicht wurden, sind Bezugspunkt für das Wandbild, das nun entstehen soll.

Mit Schülerinnen und Schülern werden nun bildnerische Ideen weiterentwickelt, Einzelmotive werden integriert und ein großes Wandbild wird im Laufe des Jahres auf der mittlerweile eigens dafür vorbereiteten Wand entstehen. Während der Phase der Bildkonzeption werden Schülerinnen und Schüler Techniken wie Malerei, Graffiti, Mixed Media und Blow-Up-Verfahren erproben können, sie werden mit dem grafischen Entwurf von Großflächengestaltungen sowie mit dem malerischen Prozess und der Flächenbewältigung an der großen Wand experimentieren. In der Schlussphase schließlich erfolgt die Ausarbeitung und Umsetzung des gemeinsamen Entwurfs, der mit einer Finissage gefeiert werden wird.

Landwehr

(Ausschnitt Einladungskarte Vernissage Dominikus Landwehr)

Das Schulkünstlerprojekt ist eine Initiative der Helmholtzschule und der Stiftung der Frankfurter Sparkassen Kulturstiftung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, deren Ziel es ist, Kunstschaffende, Schüler und Lehrer in Kontakt miteinander zu bringen, den Schulalltag außerhalb des Normunterrichts zu bereichern und das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken. Mit dem diesjährigen Projekt hat die Schule sich zum Ziel gesetzt eine künstlerische Arbeit an der Schule zu realisieren, die aus der Initiative von Schülerinnen und Schülern entstanden ist und die für die Schulgemeinde sichtbar auch nach dem Projektjahr bleiben wird. (Bmg/ Landwehr)

 

Projektjahr 2015/16 mit Sascha Wild

Bericht aus dem Bornheimer Wochenblatt (13.7.2016)          "Beeindruckender Abschluss: Alles in Klang und Farbe"

Ostend (jf) – Sascha Wild und Dirk Huelstrunk richten in der Aula der Helmholtzschule die Technik ein, werden dabei von Musiklehrer und Orchesterleiter Christoph Heyd unterstützt. Auf der Bühne befinden sich schon viele Instrumente: zwei dicke Kesselpauken, zwei Schlagzeuge, ein Keyboard. Vor der Bühne sind Drip-Bilder des Kunstkurses in einer kleinen Galerie zu sehen, die an Jackson Pollock erinnern – der Bezug ist gewollt. 

Ein Schuljahr lang arbeitete der Soundartist Sascha Wild als Schulkünstler mit insgesamt fast 100 Kindern und Jugendlichen der Bläserklasse, der 9d, der E-Phase, der Big Band und der Jazz-Rock-Gruppe zusammen. Die verschiedenen Projekte fanden in einzelnen Phasen sowohl im Unterricht als auch außerhalb statt. „Ich habe bestehende Strukturen genutzt und erweitert, bin auf große Offenheit und großes Interesse bei Schülern und Lehrern gestoßen. Das hat mich beeindruckt, und wir wollten von Anfang an so viele wie möglich einbeziehen“, stellt Wild fest. Für ihn ist es das zweite Schulkünstlerprojekt, für die Helmholtzschule das dritte – unterstützt wird es auch in diesem Schuljahr von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Das Projekt umfasste viele Bereiche. Im Biologieunterricht wurde über den Hörsinn gesprochen, im Musikunterricht wurden mit Handys Klänge im Schulhaus aufgenommen, lernten die Schüler vorher etwas über den Aufbau einer Fuge, die im Barock bei Händel und Bach ihren Höhepunkt erreichte.

Weg der künstlerischen Entwicklung unterstützen

Aus dem Kollegium wirkten neben Christoph Heyd die Pädagogen Tina Baumung, Heide Schimmelschmidt, Melitta Luta und Andrea Kramer mit. Schulleiter Gerrit Ulmke begrüßt die zahlreichen Gäste zum Abschlusskonzert – und stellt Dominikus Landwehr vor, der auf Sascha Wild im neuen Schulkünstlerprojekt folgen wird. „Das Projekt mit Sascha Wild hatte enorm viele Teilnehmer. Das ist etwas Besonderes. Eigentlich ist die Arbeit eines Schulkünstlers unbezahlbar, das große Engagement aller Beteiligten, ihr Zusammenwirken macht den Erfolg aus. Und wir freuen uns, diesen Weg der künstlerischen Entwicklung von Jugendlichen unterstützen zu können“, äußert Ottilie Wenzler, Mitgeschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse.

Das Konzert beginnt mit dem Auftritt des Jazz-Rock-Ensembles „Blue Notes“ und dem Michael-Jackson-Titel „Billy Jean“, an einem von zwei Schlagzeugen spielt Sascha Wild mit. „Vor fast genau 21 Jahren habe ich an der Helmholtzschule mein Abitur gemacht“, beginnt Sascha Wild seine kleine Ansprache. Es sei für ihn eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte gewesen, ein Heimspiel. Gestern, einen Tag vor dem Konzert, habe er seinen Freund Dirk Huelstrunk angerufen und gefragt, ob der nicht einen Part bei der Abschlussaufführung übernehmen könne. Später steht der Lautpoet Huelstrunk mit Wild auf der Bühne. Doch zunächst erklären Schüler der E-Phase, wie die Drip-Paintings entstanden sind: Sascha Wilds Musik erinnerte sie einmal an traurigen Regen, ein andermal führten harmonische Klänge zu harmonischen, hellen Farben.

Imposante Aufführung

„Die Klasse 9d und ich sind Freunde geworden, wir haben uns relativ oft gesehen und viele verschiedene Sachen ausprobiert. Die Jugendlichen haben Gedichte im Stil von Dada und Ernst Jandl geschrieben, Schulklänge gestaltet.“ Eine Kostprobe dieser Lautpoesie liefern Wild und Huelstrunk. Die Uraufführung der Schulhymne Ha-Ha-Es (Helm-holtz-schule) mit der Big Band II und Klangcollagen der 9d bildet den Abschluss und Höhepunkt. Etwa 20 junge Musiker stehen auf der Bühne. Beeindruckend.

„Meinem Nachfolger Dominikus Landwehr wünsche ich für sein Projekt ‚Mauergestaltung im Außenbereich der Schule’ ein genauso freundliches, produktives Umfeld, das man sich schöner nicht vorstellen kann“, sagt Sascha Wild am Ende der imposanten Aufführung.