Aktuell

Einladungflyer

Kunstunterricht an der Helmholtzschule

Theorie und Praxis

Das Fach Kunst hat originär zwei Aufgaben zu erfüllen: eine theoretische und eine praktische.

Als Theoriefach vermittelt das Fach Kunst Kenntnisse über und Verständnis von kunst- und architekturgeschichtliche/n Zusammenhänge/n sowie das Verständnis von visueller Kommunikation auch außerhalb von Kunst (Medienbotschaften, Werbung). Es schärft damit das Urteilsvermögen sowie das Imaginationsvermögen und die Fähigkeit, eigenständig und kreativ zu handeln.

Als praktisches Fach vermittelt es die Fähigkeit, gestalterisch in unterschiedlichen Medien zu arbeiten, komplexe gestalterische Antworten zu gegeben Problemstellungen zu entwickeln und mittels künstlerischer Techniken anschaulich zu machen.

An der Helmholtzschule versucht die Fachschaft Kunst durch über den Unterricht hinausgehende Initiativen, wie die Zusammenarbeit mit einem Schulkünstler/ einer Schulkünstlerin, durch Kunst-Projekte, durch den Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Kulturinstitutionen (MMK Museum für moderne Kunst, Schauspiel Frankfurt, Deutsches Filmmuseum) und die Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern in Kulturforscher!-Projekten ästhetische Bildungsprozesse zu initiieren und zu fördern. Die Projektfahrt „Kunst in Frankfurt“ stellt ein Bindeglied zwischen dem praxisorientierteren Unterricht der Mittelstufe und theoretischen Zugängen im Unterricht der Oberstufe dar – hier können SchülerInnen Orte der Kunstproduktion kennenlernen, im Ateliergespräch mit KünstlerInnen aktuelle Positionen Frankfurter Künstler erfahren und in eigener Praxis in die individuelle Auseinandersetzung mit eigenen Themen eintauchen. 

Das Fach Kunst wird entsprechend der Stundentafel in den Klassen 5,6,8 durchgängig mit je zwei Wochenstunden unterrichtet. Im Jahrgang 7 findet es epochal statt und in der Oberstufe können Kunstkurse bis zum Abitur belegt werden, in der Regel kann ein Kunst-Leistungskurs angeboten werden.


Kunstprojekt "Kunst in Frankfurt" 2016

im Atelier

Bericht über das „Frankfurt-Kunstprojekt“ während der Projektfahrten im Mai - Schülerinnen und Schüler malen mit Max Weinberg

Die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase besuchten am Mittwoch, dem 11. Mai 2016, den Künstler Max Weinberg im Atelier, um mit ihm zu diskutieren und zu malen. Dabei bewiesen sie ein gutes Bildgespür. Die Begegnung bildete für die Jugendlichen einen Höhepunkt der viertägigen Fahrten-/ und Studienwoche zum Thema „Kunst in Frankfurt“.

Im Rahmen des Projektes hatten sie die künstlerischen Möglichkeiten ihrer Umgebung erkundet und in vier verschiedenen Ateliers täglich an Leinwänden gearbeitet, sodass ihre Bilder Tagebuchcharakter erhielten. Die Aktion wurde konzipiert und geleitet von den Kunstlehrern Eva Czischek und Wolfgang Wild. Das Projekt startete im Kunstwerk Ost bei den Künstlern Karsten Jordan und Hakan Weigl, die regelmäßig mit Max Weinberg arbeiten und den Kontakt zwischen ihm und den Schülern ermöglichten. Dort bemalten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Leinwände, sondern besprühten auch das Auto von Karsten Jordan. Am nächsten Tag besuchten Sie im MMK eine Ausstellung von Kader Attia und lernten in einem Workshop, ihre Leinwände erst zu zerstören und dann zu reparieren. Der dritte Tag bildete den Höhepunkt der Kunstwoche. Zunächst besuchten die Jugendlichen einen Graffiti-Kurs in den Ateliers des Jugendladen Bornheim in der Naxoshalle, um dann am Abend Max Weinberg zum gemeinsamen Malen zu besuchen. Der Künstler empfing die Gruppe sehr freundlich und gewährte Einblicke in eine unglaubliche Fülle an groß- und kleinformatigen Werken, die er – teilweise auf Tischen geschichtet – an seiner Arbeitsstätte lagert. Diese zeigen in immer neuen Variationen bunte, bisweilen skurrile Portraits und Akte mit überzähligen Augen, Mündern oder Gliedmaßen. Max Weinberg erklärte den Helmholtzschülerinnen und -schülern die künstlerischen Möglichkeiten einer Mischtechnik von Fugenschaum und Ölfarbe sowie seine lebenslange Inspirationsquelle, die Musik Ludwig van Beethovens.

Die Leuchtkraft und Lebendigkeit von Max Weinbergs Motiven traf den Geschmack der Schülerinnen und Schüler. Sie unterhielten sich angeregt mit ihm und berichteten auch von eigenen malerischen Erfahrungen aus dem Unterricht. Der 88-jährige Künstler, dem der Meinungsaustausch mit der zukünftigen Künstlergeneration sehr gefiel, bemerkte erfreut: „Die Jugendlichen haben ein Gespür dafür, was ein gutes Bild ist.“

Anschließend breiteten die Schülerinnen und Schüler ihre Farben und Leinwände aus, um gemeinsam mit Max Weinberg zu malen. Dabei beriet er die Schülerinnen und Schüler und übernahm auch selbst den Pinsel, um bei der Linienfindung zu helfen. Dann wurde das Atelier kurzzeitig zur Galerie, Max Weinberg erprobte wie ein Kurator gemeinsam mit den Schülern eine ausstellungstaugliche Hängung für die spätere Präsentation in der Schule. Zum Abschied riet er der kunstinteressierten Gruppe: „Bleibt cool!“ Am nächsten Tag ließen die Schülerinnen und Schüler das Erlebte bei einem gemeinsamen Frühstück Revue passieren und stellten im Anschluss ihre Leinwände fertig. Dann besuchten Sie zum Abschluss der Kunstwoche das Café „Familie Montez“.(Kra)


Schulkunstprojekte

Bereits zum vierten Mal arbeitet ein Künstler/ eine Künstlerin mit Schülerinnen und Schülern zusammen. In den vergangenen Jahren konnten Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgemeinschaften oder in Unterrichtsprojekten mit ganz unterschiedlichen Künstlern zusammenarbeiten und deren Arbeitsweisen kennen lernen.

  • 2013/14  - Gisa Hillesheimer, Fotografin/ Grafikerin/ Filmemacherin
  • 2014/15  - E.M.C. Collard, Malerin
  • 2015/16  - Sascha Wild, Musiker/ Soundartist
  • 2016/17  - Dominikus Landwehr, Künstler/ Initiator soziokultureller Projekte

 

schulhofMärz 2017: Ein Mauerbild entsteht… erste Kreideskizzen werden ausprobiert!

Seit einigen Wochen wird der Entwurf für unser Mauerbild weiterentwickelt. Dies geschieht unter fachkundiger Anleitung von Dominikus Landwehr, der in diesem Jahr als Schulkünstler mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeitet.

Die Initiative entstand im letzten Jahr aus einem Partizipationsprojekt im Fach Politik und Wirtschaft einer Klasse 7, die einen Bilder-Wettbewerb für die ganze Schule ausrief. Mit Unterstützung der Schulleitung wurde die Wand fachmännisch in Stand gesetzt und Kunstkurse der Stufe E2 entwickelten Ideen für Farb- und Motivgestaltung. Motive daraus werden in dem Mauerbild vorkommen, ebenso wie aktuell auf der Mauer befindliche Motive integriert werden sollen. Seit einigen Wochen hat sich eine feste Gruppe von Schülerinnen und Schülern gebildet, die sich regelmäßig treffen, um die Gestaltungsideen auszuarbeiten und zu erproben, wie die Umsetzung an der Wand gelingen kann.

In den nächsten Wochen werden also Veränderungen wie Farbproben, Skizzen oder Motivfragmente und mit großformatigen Motiven experimentierende Schülerinnen und Schüler zu beobachten sein… wir dürfen gespannt sein!

entwürfe

 

 

Ankündigung September 2016

Im Schuljahr 2016/17 wird der Frankfurter Künstler Dominikus Landwehr mit Schülerinnen und Schülern  eine Schulwand verändern

“THIS WALL IS A DESIGNATED PICTURE AREA”

Wand

Dominikus Landwehr stellte sich zu Beginn des Schuljahres im Rahmen einer Auftaktveranstaltung der Schulgemeinde vor. Er unterstützt in seinem Projekt die Initiative einer Schulklasse, die im letzten Schuljahr eine eigenständige Wettbewerbsausschreibung für einen Kunst- und Gestaltungswettbewerb mit dem Ziel der Erhöhung der Schulidentifikation an der Schule ausrief. Die Klasse aus dem Jahrgang 7, die die Organisation und Wettbewerbsdurchführung im Rahmen eines partizipativen Projektes selbstständig durchführte, gibt die Ergebnisse nun an die Schule und den Künstler weiter. Denn die Bildmotive, die von Schulmitgliedern eingereicht wurden, sind Bezugspunkt für das Wandbild, das nun entstehen soll.

Mit Schülerinnen und Schülern werden nun bildnerische Ideen weiterentwickelt, Einzelmotive werden integriert und ein großes Wandbild wird im Laufe des Jahres auf der mittlerweile eigens dafür vorbereiteten Wand entstehen. Während der Phase der Bildkonzeption werden Schülerinnen und Schüler Techniken wie Malerei, Graffiti, Mixed Media und Blow-Up-Verfahren erproben können, sie werden mit dem grafischen Entwurf von Großflächengestaltungen sowie mit dem malerischen Prozess und der Flächenbewältigung an der großen Wand experimentieren. In der Schlussphase schließlich erfolgt die Ausarbeitung und Umsetzung des gemeinsamen Entwurfs, der mit einer Finissage gefeiert werden wird.

Landwehr

(Ausschnitt Einladungskarte Vernissage Dominikus Landwehr)

Das Schulkünstlerprojekt ist eine Initiative der Helmholtzschule und der Stiftung der Frankfurter Sparkassen Kulturstiftung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, deren Ziel es ist, Kunstschaffende, Schüler und Lehrer in Kontakt miteinander zu bringen, den Schulalltag außerhalb des Normunterrichts zu bereichern und das Interesse für Kunst und Kultur zu wecken. Mit dem diesjährigen Projekt hat die Schule sich zum Ziel gesetzt eine künstlerische Arbeit an der Schule zu realisieren, die aus der Initiative von Schülerinnen und Schülern entstanden ist und die für die Schulgemeinde sichtbar auch nach dem Projektjahr bleiben wird. (Bmg/ Landwehr)

 

Abschluss 2015/16 - Bericht aus dem Bornheimer Wochenblatt (13.7.2016)

                          "Beeindruckender Abschluss: Alles in Klang und Farbe"

Ostend (jf) – Sascha Wild und Dirk Huelstrunk richten in der Aula der Helmholtzschule die Technik ein, werden dabei von Musiklehrer und Orchesterleiter Christoph Heyd unterstützt. Auf der Bühne befinden sich schon viele Instrumente: zwei dicke Kesselpauken, zwei Schlagzeuge, ein Keyboard. Vor der Bühne sind Drip-Bilder des Kunstkurses in einer kleinen Galerie zu sehen, die an Jackson Pollock erinnern – der Bezug ist gewollt. 

Ein Schuljahr lang arbeitete der Soundartist Sascha Wild als Schulkünstler mit insgesamt fast 100 Kindern und Jugendlichen der Bläserklasse, der 9d, der E-Phase, der Big Band und der Jazz-Rock-Gruppe zusammen. Die verschiedenen Projekte fanden in einzelnen Phasen sowohl im Unterricht als auch außerhalb statt. „Ich habe bestehende Strukturen genutzt und erweitert, bin auf große Offenheit und großes Interesse bei Schülern und Lehrern gestoßen. Das hat mich beeindruckt, und wir wollten von Anfang an so viele wie möglich einbeziehen“, stellt Wild fest. Für ihn ist es das zweite Schulkünstlerprojekt, für die Helmholtzschule das dritte – unterstützt wird es auch in diesem Schuljahr von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Das Projekt umfasste viele Bereiche. Im Biologieunterricht wurde über den Hörsinn gesprochen, im Musikunterricht wurden mit Handys Klänge im Schulhaus aufgenommen, lernten die Schüler vorher etwas über den Aufbau einer Fuge, die im Barock bei Händel und Bach ihren Höhepunkt erreichte.

Weg der künstlerischen Entwicklung unterstützen

Aus dem Kollegium wirkten neben Christoph Heyd die Pädagogen Tina Baumung, Heide Schimmelschmidt, Melitta Luta und Andrea Kramer mit. Schulleiter Gerrit Ulmke begrüßt die zahlreichen Gäste zum Abschlusskonzert – und stellt Dominikus Landwehr vor, der auf Sascha Wild im neuen Schulkünstlerprojekt folgen wird. „Das Projekt mit Sascha Wild hatte enorm viele Teilnehmer. Das ist etwas Besonderes. Eigentlich ist die Arbeit eines Schulkünstlers unbezahlbar, das große Engagement aller Beteiligten, ihr Zusammenwirken macht den Erfolg aus. Und wir freuen uns, diesen Weg der künstlerischen Entwicklung von Jugendlichen unterstützen zu können“, äußert Ottilie Wenzler, Mitgeschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse.

Das Konzert beginnt mit dem Auftritt des Jazz-Rock-Ensembles „Blue Notes“ und dem Michael-Jackson-Titel „Billy Jean“, an einem von zwei Schlagzeugen spielt Sascha Wild mit. „Vor fast genau 21 Jahren habe ich an der Helmholtzschule mein Abitur gemacht“, beginnt Sascha Wild seine kleine Ansprache. Es sei für ihn eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte gewesen, ein Heimspiel. Gestern, einen Tag vor dem Konzert, habe er seinen Freund Dirk Huelstrunk angerufen und gefragt, ob der nicht einen Part bei der Abschlussaufführung übernehmen könne. Später steht der Lautpoet Huelstrunk mit Wild auf der Bühne. Doch zunächst erklären Schüler der E-Phase, wie die Drip-Paintings entstanden sind: Sascha Wilds Musik erinnerte sie einmal an traurigen Regen, ein andermal führten harmonische Klänge zu harmonischen, hellen Farben.

Imposante Aufführung

„Die Klasse 9d und ich sind Freunde geworden, wir haben uns relativ oft gesehen und viele verschiedene Sachen ausprobiert. Die Jugendlichen haben Gedichte im Stil von Dada und Ernst Jandl geschrieben, Schulklänge gestaltet.“ Eine Kostprobe dieser Lautpoesie liefern Wild und Huelstrunk. Die Uraufführung der Schulhymne Ha-Ha-Es (Helm-holtz-schule) mit der Big Band II und Klangcollagen der 9d bildet den Abschluss und Höhepunkt. Etwa 20 junge Musiker stehen auf der Bühne. Beeindruckend.

„Meinem Nachfolger Dominikus Landwehr wünsche ich für sein Projekt ‚Mauergestaltung im Außenbereich der Schule’ ein genauso freundliches, produktives Umfeld, das man sich schöner nicht vorstellen kann“, sagt Sascha Wild am Ende der imposanten Aufführung.