Die Projektwoche an der Helmholtzschule 2018

In der letzten Schulwoche fand vom 18. bis 21. Juni 2018 erneut unsere Projektwoche statt. Über 30 Projekte zum Thema „Forschen lernen“ wurden angeboten und am Donnerstagnachmittag auf dem Präsentationsmarkt der Schulgemeinde vorgestellt.

Eine Projektgruppe aus Schülern und Schülerinnen der 9. Klasse und der E-Phase dokumentierte viele Projekte in Form von Reportagen und stellte ihre Texte in der Bibliothek aus. „Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass die Projektwoche ein voller Erfolg war. Jeder hatte Spaß und konnte viel aus den Projekten mitnehmen“, resümierten Julia und Tamara.

Eine kleine Auswahl aus diesen Reportagen zu den Themen Politik, Soziales, Kunst und Sport finden Sie hier.

Projektwoche 1

 

 

Freiheit! Wandmalerei

Das Projekt „Freiheit! Wandmalerei“ beschäftigt sich mit der künstlerischen Freiheit und ihren Grenzen. Dreizehn Schülerinnen und Schüler und die beiden Lehrkräfte , Herr Kraft  und Frau Bummart, tauschen sich angeregt über verschiedene Arten von Freiheiten und die Definition von Freiheit und Würde aus. Auch wurde darüber diskutiert, wo die Würde der Menschen in der Kunst verletzt und wo bei den meisten Menschen die Grenze überschritten wird. Die Verse „Mein Körper definierter als Auschwitz -Insassen“ (von Kollegah und Farid Bang) sind für viele ein Beispiel für die Verletzung der Würde der damaligen Opfer. Trotz dieses heiklen Themas bleibt die Atmosphäre im Raum locker und ruhig, darüber hinaus wird auch ein kritischer Blick auf andere Politiker geworfen, z.B. Erdogan als Autokrat der Türkei.

Für das Projekt werden keine spezifischen Voraussetzungen verlangt, außer Motivation und Kreativität. Dabei ist das Ziel des Projekts, dass jeder, der daran teilnimmt, eine eigene Definition von Freiheit visuell darstellt. Die Ressourcen sind Leinwände und Farben. Über die Art und Weise, wie die Bilder vorgestellt werden können, wird noch diskutiert. Eventuell ist es zudem möglich, dass die Bilder der Schülerinnen und Schüler auch in der Zukunft als Wandbilder ausgestellt werden. Wichtig ist vor allem, dass die Schülerinnen und Schüler sich das Thema ihres Bildes individuell aussuchen, um ihre Definition von Freiheit zu finden und diese zu visualisieren.

Adam und Ares

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Demokratie

„Demokratie ist cool  !“ – „Warum?“, fragen wir uns und sind deshalb zum Projekt „Demokratie - Was hat das mit mir zu tun?“ gegangen. Das Projekt wird von dem Abiturienten Dariush Salahshoor im Raum N104 geleitet. Es gibt insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche sich mit dem Begriff der Demokratie auseinandersetzen. Als Voraussetzung zur Teilnahme sei ein Grundverständnis für Demokratie gut, erklärt uns Dariush, es sei aber nicht zwingend notwendig.

Das Ziel des Projekts sei, Demokratie in Bezug zu unserem Alltag zu setzen und sowohl die Teilnehmer als auch die Besucher über das Thema aufzuklären. Dabei spielt Selbstständigkeit eine große Rolle, da die Teilnehmer ihre eigenen Projekte gestalten und am Donnerstag auf dem Präsentationsmarkt präsentieren werden.

Um die oben genannte Aussage, warum Demokratie „cool“ sei, erklären zu können, haben wir ein Interview mit Dariush geführt:

1. Frage: Warum ist Demokratie für dich wichtig?

Antwort: Einer der Gründe ist, dass jeder die Freiheiten und Rechte erhält, die er auch

verdient z. B. Gleichberechtigung, Menschenrechte und Religionsfreiheit.

 

2. Frage: Was könnte man an unserer Demokratie verbessern?

Antwort: Da gibt es Einiges, beispielsweise sollte die Finanzierung unseres Bildungssystems verbessert werden, die Politikverdrossenheit vieler Bürger macht mir Sorgen sowie die Macht des Lobbyismus.

 

3. Frage: Was ist daher der Plan für euer Projekt in den nächsten Tagen?

Antwort:  In den folgenden Tagen wird den Schülern viel Freiraum gegeben, um in Kleingruppen eigenständig Projekte zu entwickeln, welche dann präsentiert werden. Ich bin selbst sehr gespannt, welche Projekte das am Ende sein werden.

 

Wie man sehen kann, hat die Demokratie viele spannende Seiten, die es wert sind, dass wir uns mit ihnen beschäftigen. Dabei gibt es auch immer Verbesserungsmöglichkeiten. Daher lautet Dariushs Meinung: „Demokratie ist cool“.

Faiza und Haifaa

 

Erdkunde in Kooperation mit der Goethe Uni


Als wir den Raum betreten ist unser erster Eindruck, dass es überwiegend junge Teilnehmer sind. Sie kommen aus der fünften oder sechsten Klasse. Das Projekt wird von mehreren Studenten der Goethe Uni geleitet. Der Kurs, den wir besuchen, findet im Neubau statt, im Raum N003. Die Mitglieder sind in sieben kleinen Gruppen unterteilt, die an mehreren Orten arbeiten, u.a. in der Mensa oder auch im Raum N004. Das Projekt wird auch für Schüler aus der E-Phase angeboten.

Das Ziel des Projektes ist es, jüngeren Schülern ein gewisses Gespür für Erdkunde zu vermitteln. Dieses bekommen sie, indem sie z.B. Plakate oder andere künstlerische Darstellungen über verschiedene Orte Frankfurts präsentieren. Durch das künstlerische Darstellen können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und auch die Studenten lassen ihrer künstlerischen Ader freien Lauf. Dadurch, dass die Studenten zusammen mit den Schülern etwas gestalten und entwickeln, entsteht eine Harmonie zwischen den einzelnen Personen, welche für eine entspannte Atmosphäre sorgt. Sie stellen ihre Ergebnisse der Projektwoche anhand von Plakaten und künstlerisch dargestellten Beispielen vor. Für das Projekt an sich gibt es keinen speziellen Voraussetzungen.

Wir können dieses Projekt jedem, der sich für Erdkunde interessiert, empfehlen, da man dort mit richtigen Experten einer Universität arbeitet und diese den Schülern genau erklären können, auf was es in der Geographie ankommt.

Adam und Ares

 

Beachmanager

 

„Welchen Abschluss haben Sie?“; „Hat der Ihnen geholfen?“; „Gab es Rückschläge?“; „Mussten Sie schon einen Kredit aufnehmen?“ - Diese Fragen sammeln die Schüler und Schülerinnen als wir den Raum betreten.

Wir befinden uns im Projekt "Beachmanager", welches Herr Knothe leitet. Im Projekt befinden sich Acht- und Neuntklässlerinnen, die wirtschaftliche Erfahrungen und Einblicke in das Leben eines selbstständigen Unternehmers gewinnen möchten. Herr Knothe bietet das Projekt schon zum zweiten Mal in Folge an. Die Grundidee des Projektes ist die Simulation eines Wassersportgeräteverleihs. Dabei spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle, z. B. ein wirtschaftliches Verständnis und ein Gefühl für Investitionen. Bei dem Spiel hat man die Möglichkeit, verschiedene Wassersportgeräte zu verleihen und so den Umsatz zu steigern. Bei verschiedenen Investitionen hat man trotzdem die Möglichkeit sich zu verschulden so dass ein Bezug zum realen Wirtschaftsleben besteht.

„Die Idee des Projektes gefällt mir, jedoch ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht so gut gelungen“ sagt ein Teilnehmer. Die Umsetzung der Unternehmenssimulation ist seiner Meinung nach etwas zu kurz geraten. Diese Simulation soll den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Welt eines selbstständigen Unternehmens zeigen. Dies wird durch die Simulation eines Wassersportgeräteverleihs in verschiedenen Stufen gewährleistet. Die Simulation wird durchgeführt im Rahmen eines Spiels, welches den Spieler in die Rolle des Unternehmers schlüpfen lässt und ihn so die verschiedenen Aufgaben des Unternehmers erledigen lässt, z.B. die Investition in neue Innovationen. Am Anfang hat man beispielsweise nur Surfbretter, die man gegen Geld verleihen kann, und im Laufe der Saison kann man mehr Bretter und in der zweiten Stufe des Spiels auch mehr Segelboote kaufen. Auch kann man sein Image für weitere Saisonen erhöhen indem man seine Mitarbeiter auf Fortbildungen schickt, um neue Kunden anzulocken. Auch kann man die Ausgaben für Werbung selbst steuern um für das Unternehmen zu werben. Trotz viel Theorie ist die Atmosphäre entspannt und locker und die Teilnehmer sind interessiert.

Später am Tag werden die Gruppenteilnehmer auch zu einem selbstständigem Unternehmer gehen und diesem die oben genannten Fragen stellen, wobei sie schon auf die Antworten gespannt sind.

Wir finden das Projekt im Allgemeinen sehr interessant und lehrreich. Diese AG ist besonders zu empfehlen, da man hier seine wirtschaftlichen Kompetenzen erweitert und dies für das spätere Leben wichtig sein kann.

Ares und Adam

 

Schach für Fortgeschrittene

„Obwohl das Projekt meine dritte Wahl war und ich sonst niemanden kannte, hat es mich noch mehr für Schach begeistert“, erzählt uns die Achtklässlerin Najwa.

Zusammen mit dreizehn weiteren Schülern treffen wir sie im Raum 202 unter der Leitung von Herrn Heck an, welcher das Projekt freiwillig und mit großer Leidenschaft leitet und noch mehr Kinder für Schach begeistern möchte. Najwa spielt auch in ihrer Freizeit sehr gerne Schach und besuchte ein halbes Jahr lang die Schach-AG. In dem Projekt lernen die Schülerinnen und Schüler viele neue taktische Züge dazu, wie zum Beispiel die italienische Öffnung. Najwa ist sich sicher, dass sie auch weiterhin Schach spielen möchte.

Schach ist ein sehr altes Spiel, welches seinen Ursprung im dritten Jahrhundert in Indien, Persien und China findet und seitdem die Menschen begeistert. Mit einem Magnetbrett bringt Herr Heck den Schülern viele neue Tricks bei, welche die Schüler in Arbeitsphasen versuchen umzusetzen. Sie üben viel und bereiten sich auf das am Donnerstag um neun Uhr stattfindende Schachturnier vor. Zudem wird es noch eine Siegerehrung geben. „Alle sind herzlich eingeladen zuzuschauen und mit zu fiebern“, gibt uns Herr Heck zum Abschluss mit auf den Weg.

Paulina und Pauline

 

Projektwoche 7

 

Mentoren und Mentorinnen gesucht

Schon von draußen hört man lautes Gerede und Lachen aus dem Raum 002. Kommt man herein, taucht man in eine lockere Atmosphäre ein. In dem Raum sitzen 17 Schüler und Schülerinnen und zwei Lehrerinnen in einem Stuhlkreis. Auf dem Boden liegen Blätter und Stifte, Plakate und beschriebene Karteikarten, es wirkt sehr unordentlich. Alle reden hin und her, es ist sehr laut und chaotisch. Das ist die erste Stunde des Kurses der angehenden Mentoren unter der Leitung von Frau Delkurt und Frau Angersbach.

In dem Kurs erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schnelle Ausbildung zu einem Mentor. Als Mentor bekommen sie die Verantwortung, eine neue 5. Klasse in das neue Schuljahr einzuführen, ihnen bei dem Aufbau der Klassengemeinschaft zu helfen und eventuell Streitigkeiten der Schüler zu schlichten. In Form von verschiedenen Übungen lernen sie neue Methoden zur Streitschlichtung kennen, sie spielen verschiedene Spiele, unter anderem Kennlernspiele oder Spiele, die die Gemeinschaft stärken, um sie dann bei den Fünftklässlern anzuwenden. Außerdem lernen sie, wie sie mit verschiedenen Mitteln den Schülern bei ihrem Einstieg helfen können. Zudem lernen sie auch, wie sie das Vertrauen der Schüler/-innen gewinnen und ihnen auch bei anderen Problemen helfen können.

Wenn dann das neue Schuljahr beginnt, kommen die Mentoren öfters in die Klasse und verwenden das, was sie in dem Kurs gelernt haben: Sie haben viel Kontakt zu den Schülern, machen mit ihnen viele verschiedene Sachen, wie zum Beispiel Spiele oder begleiten sie zu Ausflügen oder auf ihrer Klassenfahrt. Die Schüler entwickeln eine enge Bindung zu den Mentoren, was eines ihrer wichtigsten Ziele ist.

Die Leiterin des Kurses möchte etwas sagen, und plötzlich werden alle leise. Sie kündigt ein kleines Spiel an. Es heißt „der ideale Mentor“. Die Schüler erhalten jeweils zwei Karteikarten, auf denen sie eine Eigenschaft schreiben sollen, von der sie denken, dass ein idealer Mentor diese Eigenschaften haben muss. Es werden viele verschiedene Eigenschaften genannt, wie z.B. hilfsbereit, freundlich und erfahren. Anschließend schließen sie sich in drei 5er-Gruppen zusammen, in denen sie ihre ihre Ergebnisse auswerten und ihre Karteikarten so auf ein Plakat kleben, dass sie die Form einer Person erhalten. Die Übung scheint den Schülern und Schülerinnen viel Spaß zu machen, und obwohl der Raum von Gerede erfüllt ist, arbeiten sie konzentriert und ordentlich. In der Klasse besprechen sie dann ihre Ergebnisse. In jeder Gruppe kommen mindestens zweimal die Eigenschaften „nett“ und „hilfsbereit“ vor. Bei der Besprechung zeigt sich jedoch, dass jeder eine andere Interpretation von „nett“ und „hilfsbereit“ hat.

In der Arbeitsphase können wir feststellen, dass alle Gruppenmitglieder sehr konzentriert arbeiten und bei der Sache sind. Wir merken, dass es ihnen Spaß macht, außerdem verstehen sich alle sofort sehr gut und können offen miteinander reden, obwohl sich die meisten vorher nicht kannten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sehr motiviert, und obwohl eine lockere Atmosphäre herrscht und hier und da auch ein paar private Gespräche mit dabei sind, kommen sehr aussagekräftige Ergebnisse heraus.

Anschließend gibt es eine kurze Pause, in der wir noch schnell eine Teilnehmerin interviewen können. Sie erzählt uns, dass es ihr in dem Kurs sehr gut gefällt, sie verstehe sich sehr gut mit ihren Mitschülern und sie finde den Kurs sehr spannend und lehrreich. Sie interessiere sich wie auch die anderen sehr für das Thema Mediation und könne sich schon jetzt vorstellen, Mentorin einer 5. Klasse zu werden.

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Schüler/-innen gute Mentoren abgeben werden, sie haben eine sehr erfahrene Kursleiterin und bekommen viel Hilfe, sind motiviert und interessiert und werden ihre Aufgabe sicherlich mit viel Leidenschaft und Freude durchführen.

Emily und Katja

 

Theater-Spiel

 

Im Klassenraum 205 sitzen etwa 30 aufgeregte Schülerinnen und Schüler, die kurz davor sind, zum Goethehaus aufzubrechen. Nachdem wir uns vorgestellt haben, spielt die Leiterin, Frau Martin, den Kindern eine von einem Schauspieler vorgetragene Ballade vor: Es ist die berühmte Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe.

Das Projekt beschäftigt sich mit dieser Ballade und dem Theaterspielen. Die Kinder besuchen dazu sowohl das Goethehaus als auch das Theaterhaus „Die Katakombe“. Frau Martin arbeitet mit der Schauspielerin und Regisseurin Carola Moritz und mit dem Poetry Slammer Benedict Hegemann zusammen.

Poetry Slam ist eine Art, Gedichte vorzutragen, bei der der Text „gerappt“ wird. Dafür hat sich die Klasse in verschiedene Gruppen aufgeteilt, die sich mit der Ballade auf unterschiedliche Art und Weise auseinandersetzen.

Die Schüler berichten uns begeistert von den unterschiedlichen Gruppen, die sie sich überlegt haben. Eine Gruppe hat sich dazu entschieden, den „Zauberlehrling“ als Poetry Slam vorzutragen. Andere Schüler stellen die Ballade als ein Theaterstück oder eine Nachrichtensendung dar, in der sie ein Interview mit dem Zauberlehrling führen. Die letzte Gruppe interpretiert die Ballade als eine Unterrichtsstunde, bei der ein Lehrer (der Zaubermeister) seinen Schülern (den Zauberlehrlingen) beibringt, wie man einen Besen für sich arbeiten lässt.

Die Leiterin, Frau Martin, ist auch die Deutschlehrerin der Klasse. Sie hat sich für das Thema entschieden, weil Balladen und der Dichter Goethe wichtige Themen sind. Allerdings kann man diese Themen im Deutschunterricht nie ausreichend behandeln.

Deshalb dachte sie, dass die Projektwoche eine gute Gelegenheit sei, sich intensiver mit dem Theater und Goethes Balladen zu beschäftigen. Die Schüler sollen die Techniken des Theaters kennenlernen. Am Präsentationstag führen die verschiedenen Gruppen ihre jeweiligen Interpretationen vor.

Nachdem wir den Raum verlassen haben, brechen die Schülerinnen und Schüler lebhaft und voller Tatendrang ins Goethehaus auf.

Miya, Julia und Tamara

 

Retten lernen ist angesagt

 

,,Jetzt schnell in die stabile Seitenlage!" Wie immer geht es hier schnell zur Sache, hier im Projekt ,,Retten lernen". Laut der Stiftung Deutsche Anästhesiologie kommt es in Deutschland zu 80.000 bis 100.000 Herzstillstand-Fällen jährlich. Darüber hinaus ist Herzstillstand auch die häufigste Todesursache. Um diese Anzahl zu reduzieren, bietet die Helmholtzschule dieses Jahr das Projekt an.

Es ist lebenswichtig zu wissen, was man bei lebensbedrohlichen Situationen zu tun hat, denn diese könnten jederzeit eintreffen. Deshalb lernen die Teilnehmer des Projektes dort, wie zu handeln ist, wenn es zu einem abrupten Herzstillstand oder anderen Notfällen kommt.

Das Projekt leiten die Fachlehrerin Frau Luta und die Krankenschwester Frau Lang, welche schon am ersten Tag mit den praktischen Übungen beginnen. Es werden keine Voraussetzungen zur Teilnahme benötigt, außer viel Engagement.

Ziel des Projekts ist es, so viele Notfall - Situationen wie möglich im Freien durchzuführen, um ein gewisses ,,Alltagsfeeling" zu vermitteln und Übungsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Schulsanitäter, welche schon erfahren sind, beschäftigen sich derzeitig mit der realitätsgetreuen Darstellung verschiedener Wunden, wie z. B. tiefer Schnittwunden. Diese werden nicht mit Ketchup, sondern profihaft sowohl mit künstlichem Blut als auch mit Wachs angefertigt.

Um auch eine andere Sichtweise auf das Thema zu erlangen, fahren die Teilnehmer diesen Mittwoch nach Gießen zu einem Simulationszentrum, wo von Experten besondere Fallbeispiele gezeigt werden, die professionell durchgeführt werden.

Diese Übungen sind für das echte Leben sehr wichtig, daher lautet Frau Lutas Motto: ,,Es gibt nichts Schöneres, als ein Leben zu retten."

Faiza und Haifaa

 

Projektwoche 9

 

Die Hip-Hop-Projekte

 

Die 29 Schüler der Bläserklasse von Frau Schimmelschmidt proben schon fleißig für ihren kommenden Auftritt. Der Raum 314 ist von schönem Gesang und einem fröhlichen Klavierspiel erfüllt. Wir setzen uns hinten in die Klasse. Kurz darauf kommt ein Junge mit einer Gitarre durch die Tür, setzt sich hin und schließt sich dem Klavierspiel an. Im Raum herrscht eine lockere und gelassene Atmosphäre.

Für ihr Hip-Hop-Projekt haben sie sich in fünf verschiedene Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe kümmert sich um die Musik, die zweite singt, eine andere studiert eine Hip-Hop-Choreografie ein, eine kümmert sich um die Percussion und die fünfte Gruppe übt ihren Rap. Das alles haben sie alleine auf die Beine gestellt: Den Text haben sie selbst geschrieben, die Choreografie haben sie sich ebenfalls selbst ausgedacht und die Melodie haben sie mithilfe einer Vorlage verändert und perfektioniert. Wir sind beeindruckt, was sie alles an nur einem Tag geschafft haben. Das Ziel des Projekts ist es, ein eigenes Lied mit einem Tanz zusammenzustellen. Das Projekt hat die musikbegeisterte Bläserklasse sich selbst ausgesucht.

Wir finden, dass die Klasse sehr talentiert ist und man merkt, dass die Klasse mit Leidenschaft an dem Projekt arbeitet. Die Schülerinnen und Schüler haben eine starke Klassengemeinschaft, verstehen sich sehr gut und können ohne Probleme zusammen arbeiten. Sie harmonieren miteinander und einigen sich schnell.

Wir machen uns weiter auf dem Weg zum Sportcenter der TG Bornheim, wo das Hip-Hop-Projekt der 9. Klassen und der E-Phase stattfindet. Als wir nach langem Suchen ihren Proberaum finden, sind die 14 Schülerinnen und Schüler schon dabei sich aufzuwärmen. Es ist eine entspannte Atmosphäre und wir fühlen uns direkt wohl.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hip-Hop-Projekts studieren eine Choreografie ein, welche von Frau Schoberwalther, einer Hip-Hop-begeisterten Lehrerin, zusammengestellt wurde. Auch Herr Schoof, der andere Betreuer, kann die Choreografie hervorragend, außerdem macht er die Schüler mithilfe von Krafttraining fit. Die einzigen Voraussetzungen für dieses Projekt sind Spaß am Tanzen, Rhythmusgefühl und eine Portion Selbstvertrauen. Die Idee hinter diesem Projekt kam von Frau Schoberwalther und Herrn Schoof: Sie wollten ein Projekt, bei dem die Schüler Spaß haben und sich dabei sportlich betätigen.

Wir haben eine Umfrage vorbereitet und durchgeführt. Aus der ergab sich, dass der Kurs allen Spaß macht, obwohl es ziemlich anstrengend für die meisten ist. Für den Großteil der Gruppe kommt Hip-Hop als Sportart auch in Zukunft in Frage.

Obwohl sie eine schwierige Choreografie einüben müssen, haben sie es unserer Meinung nach schon gut gemeistert. Sie helfen sich gegenseitig und geben ein gutes Team ab. Alle bringen verschiedene Fähigkeiten mit, weshalb sie sich gut ergänzen und zusammen arbeiten können.

Beide Projekte sind sehr spannend und sehen sehr aufregend und spaßig aus. Wir warten schon voller Freude auf die beiden Vorführungen am Donnerstag und denken, sie werden ein voller Erfolg.

Patrycja und Emily

Projektwoche 10

 

 

Druckwerkstatt

 

Schnitzen, walzen, stempeln,… das sind einige ihrer Tätigkeiten im Projekt ,,Druckwerkstatt“. Dort lernen die 18 Teilnehmer aus der Mittelstufe unter der Leitung von Frau Baumung die verschiedenen Druckverfahren kennen. Dazu gehören z. B. Frottage, Hoch- und Tiefdruck, Materialdruck, Transferdruck oder Stempel. Diese werden im Raum 310 ausgeführt und auch präsentiert.

Das Ziel des Projektes ist das Erlernen der verschiedenen Techniken der Druckverfahren, um diese dann auch alleine anwenden zu können und neue Kombinationen selbständig zu kreieren. Da keine genauen Anweisungen zur Herstellung der Bilder vorgegeben sind, gibt es viele Freiheiten zur Auswahl und Kombination von Materialien. Von verschiedenen Farben bis hin zu unterschiedlichen Schnitzmessern ist alles vorhanden.

Eine Technik, welche die Teilnehmer häufig verwenden, ist der Linolschnitt, bei dem man zuerst auf den Druckplatten eine Form schnitzt, dann walzt und schlussendlich druckt. Insgesamt werden an den ersten beiden Tagen ca. 30 Bilder gedruckt.

Da das Projekt außerhalb des Unterrichts stattfindet, hilft es den Teilnehmern die selbst ausgewählten Druckverfahren im Prozess ruhig auszuüben.

Daher findet Frau Baumung „die Druckwerkstatt“ zur Selbstentfaltung so toll und ist der Meinung, dass es für jeden wichtig sei, dabei die eigenen Fragen und Ziele zu definieren.

Faiza und Haifaa

Projektwoche 11 Projektwoche 12 Projektwoche 12b  Projektwoche 13

 

Welche Gesichter stecken hinter den Reportagen?


Hinter den Computern sitzen die Teilnehmer des Projekts „Dokumentation der Projektwoche“. Sie hauen fleißig in die Tasten, um ihre Reportagen fertigzustellen. Es herrscht eine lockere Atmosphäre, hier und dort hört man Gespräche und dennoch arbeiten alle konzentriert. „Das ist sehr gut geschrieben!“, lobt Frau Dr. Rosseaux, die gerade eine Reportage Probe liest. Auch Herr Schmitz ist sehr begeistert von den Schreibkünsten der Schüler. Die Leiter des Projekts stehen den Teilnehmern immer mit Rat und Tat zur Seite.

13 Schüler berichten eine Woche lang über die Geschehnisse in den verschiedenen Projekten. Sie besuchen alle Projekte, interviewen Teilnehmer und machen manchmal sogar selbst mit. Anschließend schreiben sie professionelle Reportagen über die miterlebte Zeit. Bei der Projektwoche ist von allem etwas dabei: Von Literatur („Shakespeare“) bis hin zu Sport („Triathlon“ oder „Hip-Hop“) und sogar eine Gruppe, die sich für den Klimaschutz einsetzt („Weltuntergang? Ohne mich!“).

Außer Interesse am kreativen Schreiben, Motivation und Spaß am Schreiben gibt es keine Voraussetzungen. Aber um eine gute Reportage zu schreiben, muss man natürlich sehr aufmerksam und organisiert sein. Man sollte die Kriterien einer guten Reportage beachten, sich viele hilfreiche Notizen machen, bei Unklarheiten auf die Leute zugehen und fragen und auch mal Interviews mit Teilnehmern oder Projektleitern führen.

„Ich habe sehr viel Spaß in diesem Projekt gehabt. Die Woche war sehr interessant und lehrreich, da ich viele verschiedene Projekte besuchen konnte“, sagt eine Teilnehmerin des Reportagenteams. Eine Andere berichtet begeistert: „Ich habe mich vorher schon für Journalismus interessiert. Da wir das Thema im Deutschunterricht nicht wirklich durchgenommen haben, habe ich mich für dieses Projekt entschieden und es nicht bereut.“

Insgesamt finden wir, dass das Projekt sehr ansprechend ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es war schön, dass wir uns so viele Projekte anschauen konnten. Die Projektleiter haben uns unterstützt und wir konnten viel aus dem Kurs mitnehmen.

 

Yatasha, Katja, Patrycja und Emily